Einrad Communityget UNiFiED

News

Street und Flat Sessions Dresden

31.03.2014, 22:08 Uhr von Sophia Pellmann - 0 Kommentar(e)

Street und Flatland Session Dresden vom 02.-04. Mai 2014

Vom 02. - 04.05 finden die Flat und Street Sessions in Dresden statt! Ein ganzes Wochenende Street und Flatland Treffen in Dresden! Jeder der Lust hat ist eingeladen.

Skatepark Dresden

 

Übernachtung:
Bei Einradfahrern in Dresden kostenlos möglich. Schlafsack und Isomatte mitbringen!

Verpflegung:
Es wird für Frühstück gesorgt. Ansonsten sorgt jeder für sich. Supermärkte, Fast Food etc. ist reichlich vorhanden.

Teilnahmegebühr:
Vorraussichtlich ca. 5€ für das Frühstück.

Anmeldung/ weitere Informationen:
Bitte eine Email an: sessions@einradfahren.de (wenn du bei Facebook eingeladen wurdest reicht es auch dort die Einladung anzunehmen)

 

Wir freuen uns auf euch!

Quelle:
Facebook Event

Unicon 17: WM T-Shirt

13.03.2014, 14:12 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Vom BDR kommt das WM T-Shirt zur Unicon 17. Hier gibt es den kleinen Flyer:

Oder in groß, der Flyer als PDF.

Unicon 16 Freestyle Videos

17.02.2014, 15:46 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Unicon 16 ist schon ein Weile her und Unicon 17 rückt immer näher. In Brixen haben die Jungs von unicycle.tv einen Haufen Videomaterial von allen Disziplinen gefilmt. Das Footage hat eine erstaunliche Größe von 700 GB und das in einer sehr guten Qualität (1080p @ 25fps mit 35-40 MBps). Jess Riegel hat davon eine ausgezeichnet Dokumentation veröffentlicht. Dennoch, das meiste Videomaterial ist bisher unberührt. Im September 2013 habe ich es mir mal angesehen, da ich an den Freestyle Küren interessiert war. Allein das Rohmaterial ist schon ausgezeichnet und es ist eigtl. eine Schande es verkommen zu lassen. Also habe ich angefangen das Videomaterial zu bearbeiten.

Die Fahrer haben sich auf ihre Küren monatelang vorbereitet und sehr viel Zeit investiert, es ist also nur fair die Videos der Küren mit gleichem Engagement zu bearbeiten um deren Aufwand gerecht zu werden. Das großartige am Footage ist, dass die Freestyle Küren aus zwei Perspektiven gefilmt wurden. Das erhöht zwar den Aufwand für die Nachbearbeitung, gibt aber unglaublich bessere Videos. John Foss schickte mir auch noch die original Musik, um die Videos noch besser zu machen. Folgendes hab ich an den Videos bearbeitet:

  • Synchronisation der zwei Videos und der Musik
  • Guten Start und gutes Ende für jedes Video auswählen
  • Technische Pannen herausschneiden (wenn zum Beispiel die Musik am Start nicht auf Anhieb funktionierte)
  • Multi-Kamera Bearbeitung: Immer die beste Kameraperspektive für jeden Move wählen
  • Sound aufbereiten wenn möglich (manchmal kamen aus dem Publikum Störgeräusche oder der Ton war übersteuert)
  • Schöne Farben: In den Originalspuren sind die Farben auf den Videos komplett unterschiedlich (wegen unterschiedler Standpunkte und Lichteinfallwinkel). Ich habe die Farben aufeinander abgestimmt, damit es einfach schön ausieht

Die Bearbeitung pro Kür dauerte meistens mindestens eine Stunde, konnte aber auch mal drei Stunden dauern. Bearbeitet habe ich Individual Freestyle Expert male, Individual Freestyle Expert female, Pairs Freestyle Expert und die besten drei Group Experts. Das macht insgesamt 38 Küren (15,62 GB). Ich würde mal Mutmaßen, dass sind aktuell die besten Freestyle Videos, sowohl vom Fahrerischen aus auch von der Videobearbeitung.

Die Videos gibt es kostenlos zum herunterladen. Wem meine Arbeit gefällt und mich unterstützen möchte, so freue ich mich gerne über eine Spende (am Ende der Seite) und bedanke mich recht herzlich dafür.

Download Freestyle Videos auf unicycle.tv

gossi

Videos von der AJATA Freestyle Convention

23.12.2013, 11:39 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Zur AJATA Freestyle Convention sind zwei Videos erschienen.

1) Das erste von Reiner Böttcher, der hier sehr schön die Atmosphäre eingefangen hat.

Video auf Facebook

2) Und ich habe meine Kamera an der Convention zur Verfügung gestellt, jeder sollte einmal einen kurzen Clip aufnehmen. Daraus habe ich ein schönes Video zusammengeschnitten:

Viel Spaß beim zuschauen.

gossi

Revolution One - The History of Off-Road Unicycling

18.10.2013, 16:02 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Dan Heaton hat seine Dokumentation Revolution One veröffentlicht. Es zeigt die Entstehungsgeschichte des Off-Road Unicycling in Nordamerika. Unbedingt anschauen.

To: The Unicyclist Community
From: Dan Heaton
Subject: “Revolution One” Release
Date: 10/18/2013

I would like to announce the release of “Revolution One: A Story of Off-road Unicycling”. While this film was finished in 2010 and slated to be released on DVD soon after, it ran into some complications and I struggled with being able to release it fully. However, it made the rounds on the film festival circuit, winning multiple awards and going on world tour with the Banff International Mountain Film Festival. The film officially premiered on September 5th., 2009 and was also shown at the Vancouver MUni Weekend in 2010.

With the rapid progression of the sport, I knew the riding in the film would quickly become outdated. However, the story that it tells and the historical footage/photos compiled within are invaluable to our sport. While this film is just a piece of the history of off-road unicycling, I feel the riders in this film have played incredibly important roles in the evolution of our sport. I want to especially thank all the riders who were involved in the making of this film, as it wouldn’t have been possible without the time, support, and hospitality that they gave me. It truly has been amazing being part of unicycling as both a rider and filmmaker over the last 17 years.

The film is available on Vimeo for download and streaming, absolutely FREE. As with many small-scale, independent productions, this film was created on my own time, with my own funds. If you enjoy the film, there is a “Tip Jar” option on Vimeo if anyone would like to help support the costs of making the film. Enjoy!


https://vimeo.com/77156452


Thank you,
-Dan Heaton

Hier direkt zum Abspielen:

AJATA Freestyle Convention

26.09.2013, 16:34 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Treffen für Einrad-Freestyler, um zusammen zu trainieren, an Workshops teilzunehmen, zu lernen und gemeinsam Spaß haben.

Das ganze findet zentral in Deutschland, im schönen Rodgau-Dudenhofen statt. Übernachtung in der TSV-Halle, gefahren wird in der GOS-Halle (Dreifelderhalle). Speis und Trank inklusive.

Homepage & Anmeldung: http://einrad-freestyle.de/

Flyer

Die Qualifikation für die Unicon 17

04.09.2013, 12:49 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Die Unicon 17 findet in weniger als einem Jahr in Montreal, in Kanada statt. Genauer vom 30. Juli bis 10. August 2014. Auch aus Deutschland werden wieder viele Fahrer erwartet.
Wie auch schon für die Unicon 16 in Italien wird es für die Unicon 17 Limitierungen geben, man versucht jedoch von Unicon Seite so vielen Fahrern wie möglich einen Start zu ermöglichen. Die Limits existieren daher nur für die Disziplinen Freestyle und Rennen und wurden auch einfacher gestaltet als in Italien. Bei den Rennen gibt es gute Chancen das man ganz auf die Anwendung der Limit Regelung verzichten kann und auch eine Länderbeschränkung gibt es nicht mehr, für den Bereich Freestyle wurde die mögliche Teilnehmerzahl erweitert. Gute Nachrichten also für Deutschland.
Hier eine Erklärung, wie man sich in diesen zwei Disziplinen einen Startplatz sichert.

Freestyle

Für Freestyle werden folgende Limits gelten:

Altersklassen Jr. Expert Expert Insgesamt
Einzelkür 30m & 30w 3m & 3w 3m & 3+1w* 73 Einzelküren
Paarkür 30 Paare 3 Paare 3 + 1 Paar** 37 Paare
Klein-Gruppe 5 Gruppen 5 Gruppen
Groß-Gruppe 5 Gruppen 5 Gruppen

* Da Janna Wohlfarth letzte WM gewonnen hat, darf Deutschland hierfür eine Einzelkür mehr schicken
** Da Maren Sender und Felix Bünung letzte WM dritte geworden sind, darf Deutschland hierfür eine Paarkür mehr schicken

Um einen Überblick zu bekommen, wer von Deutschland eine Kür fahren möchte hat Kirsten Häusler eine Tabelle auf Google-Docs angelegt, in der sich die meisten auch schon eingetragen haben. Sollten sich mehr Personen melden als Startplätze vorhanden sind, wird in Deutschland ein Qualifizierungswettkampf stattfinden, den alle Beteiligten soweit möglich gerne vermeiden möchten.

Wir bitten alle Freestyler bis zum 15. September folgendes zu erledigen:

  • Bei Einzelküren die mit "evtl." vermerkt sind zu entscheiden, ob sie starten möchten oder nicht, sonst wird die Meldung automatisch gelöscht.
  • Bei Paarküren, bei denen der Partner noch nicht feststeht, diesen nachzumelden, sonst wird auch diese Meldung automatisch gelöscht.
  • Alle die im Expert oder Junior-Expert starten möchten sind aufgefordert dies zu melden.
  • Noch fehlende Gruppenkürmeldungen nachholen.

Rennen

Für Rennen gibt es einen Stichtag, am 31.12.2013. Sind bis dahin mehr Anmeldungen eingegangen als an der Unicon 17 fahren können, werden hier Absagen versendet. Ähnlich einem Numerus Clausus, wird den langsamsten Fahrer zuerst abgesagt. Ausschlaggebend hierfür ist eine nachweisbar gefahrene Zeit, die Fahrer bei der Anmeldung angeben müssen. Das Kriterium wird langsam nach oben gehoben, bis das verkraftbare maximum für die Unicon 17 erreicht ist. Die Aussortierung erfolgt dabei nach dem Leistungsprinzip und skaliert mit den angemeldeten Geschlechtern und Zeiten bis die notwendige Balance erreicht ist. Die Qualifikation richtet sich damit nicht nach einer Länderquote. Gewiss ist aber, dass aus einem Land mindestens 10 Fahrer starten dürfen. Qualifikationen sind daher im Bereich Rennen nicht erforderlich und auch keine kompliziertes melden in Listen. Meldet euch einfach mit eurer aktuell besten Zeit an und wartet geduldig ab, es sieht sehr danach aus das alle diesesmal starten können.

Noch fragen? Bitte melden: gossi@einradfahren.de oder olaf.schlote@unicycling.org

gossi und Olaf

Street & Flat Sessions

24.07.2013, 13:33 Uhr von Sophia Pellmann - 0 Kommentar(e)

Liebe Street und Flatgemeinde,

Wir haben folgende Beobachtung gemacht: Wir Street und Flatfahrer sind vom aussterben bedroht! Unsere seltene Spezies wird immer weiter von verschiedensten Zombies aufgefuttert. Das gefällt uns ganz und gar nicht! Wir müssen jetzt Konsequenzen ziehen! Um diese Motivationssaugenden Zombies zu besiegen gibt es nur eine Möglichkeit, und diese besteht darin ab jetzt bei „Street und Flat Sessions“ aufzukreuzen! Die Sessions sind offene Treffen zu denen Jeder kommen kann, von Anfänger bis Profi. Wir beißen nicht! (im Gegensatz zu den Zombies) ..

Es gibt eine kleine Teilnahmegebühr bei den Sessions, die ist aber nur zu eurem Besten. Wir wollen das ganze für Alle so kostengünstig wie möglich hinbekommen! Für ca. 15€ gibt’s einen Schlafplatz und bei ein paar Sessions auch Frühstück/Abendessen. Das ganze kann aber natürlich nur den gewünschten Effekt haben wenn Ihr kommt!

Die ersten vier Sessions stehen schon fest (weitere sind noch in Planung):

  1. Darmstadt, 9. bis 11. August 2013
  2. Münster, 30. August bis 1. September 2013
  3. Hagenau am Bodensee, 20. bis 22. September 2013
  4. Detmold, 4. bis 6. Oktober 2013

Updates dazu gibt’s bald hier oder auf Facebook! Bei Fragen oder wenn ihr kommen wollt und kein Facebook habt könnt ihr euch über sessions@einradfahren.de bei uns melden.

Freestyle in Deutschland – Qualiwettkämpfe, ja oder nein?

21.06.2013, 13:29 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Die Zahl der Freestyler in Deutschland nimmt rapide zu, ein sehr gutes Zeichen für unseren Sport. Zugleich generiert es auch ein Luxusproblem, allen Fahrern einen geeigneten Wettkampf zur Verfügung zu stellen, auf dem die Leistungen adäquat verglichen werden können. Das ganze soll auch nicht länger als ein Wochenende dauern - zu voll soll der Wettkampf auch nicht sein. Gleichzeitig soll es aber auch für Nachwuchsfahrer einen guten Einstieg in das wettkampfbetonte Einradfahren bieten. Hinzu kommt die Anpassung dieser Systeme an die Mentalität und Kultur des Einradfahrens.

Voraussetzungen und Randbedingungen

Hier die markantesten Voraussetzungen und Randbedingungen, es gibt aber sicher noch mehr.

1. Standorte und Fahrerverteilung

Bevor hier Lösungen vorgestellt und diskutiert werden können, sollte man sich erstmal einen Überblick über die aktuelle Situation verschaffen um Rahmenbedingung zu eroierieren, denen Lösungsansätze entsprechen müssen. So ist zunächst die Verteilung der Freestyler auffallend. Eine genaue Erhebung lässt sich hier nicht durchführen, hingegen ist hierbei nur von groben Schätzungen auszugehen. Auffallend ist, dass es keine flächendeckende Besiedelung durch Freestyler gibt. Hingegen können hier bestenfalls Ballungsgebiete ausgemacht werden und die Dichte lässt sich sehr grob abstecken. Die drei dicht besiedelsten Regionen sind daher meiner Meinungen nach:

  1. Schleswig-Holstein
  2. Bayern (der Süden)
  3. Nordrhein-Westfalen

Einzelne Fahrer und einzelne, auch größere Vereine gibt es verteilt im Rest Deutschlands, wobei es auch größere Unbesiedelte Gebiete gibt. So sind die Fahrtechnischen Niveaus vom Basiskönnen natürlich überall vertreten, für die Topfahrer setzt sich hier der Satz "Quantität schafft Qualtität" durch.

Hier die Unicon 16 Teilnehmer aus Deutschland:

2. Verbände

Natürlich spielen die Verbände auch eine Rolle. Jedoch spielen sie bei dem Suchen einer Lösung eine untergeordnete Rolle. Dabei geht es nur um die Fahrer und ihren Standort. Versucht sich hier ein Verband an einem Alleingang, wird das wohl nicht im Sinne aller Einradfahrer sein, so eine Lösung ist von vorneweg zum Scheitern verurteilt. Ein gemeinsames Erarbeiten von Lösungen ist nicht nur gewollt, sondern unabdinglich und im Sinne der Einradfahrer.

3. Wettkampfergebnisse, Judges und Judging-System

Aufgrund der aktuellen Qualität der Judges und dem Freestyle Judging-System sind Wettkampfleistungen von verschiedenen Wettkämpfen nicht miteinander vergleichbar.

4. Testen! Testen! Testen!

Egal welche Lösung und welches System als erstes gefunden werden, kann definitiv noch nicht von einem funktionierenden System gesprochen werden (so toll es sich auch auf dem Papier darstellen möchte). Das System muss danach erst noch in der Praxis erprobt werden und mit Erfahrungen verfeinert oder sogar verworfen werden. Solche gefundenen Lösungen können nur als Test angepriesen werden, dass man gerne am Feedback der Fahrer interessiert ist, um das System zu verbessern.

Qualifikations-Modelle

Hier sollen einige Modelle diskutiert werden, die bereits in Anwendung sind, aus anderen Sportarten bekannt sind oder sogar gerade getestet werden. Modelle deswegen, da sie nur als Kandidaten für ein fertiges System gelten, aber noch keineswegs eine fertige Lösung darstellen. Für Korrekturen bin ich dankbar, ist mir hierbei ein Fehler unterlaufen.

1. Traditionelles Modell

Bekannt aus den etablierten Sportarten in der sich die besten Sportler von Lokalen über Regionalen Gebieten zur nächsthöheren Instanz qualifizieren und letztlich an der deutschen Meisterschaft antreten.

Kritik

Dieses System lässt sich in Deutschland nur sehr schlecht umsetzen, da zum einen nicht die nötige Dichte gegeben ist, zum anderen da die Wettkampfergebnisse nicht ausreichend Güte besitzen um aus zwei (oder mehr) verschiedenen Wettkämpfen die besten Einradfahrern zu bestimmen.

2. Deutsche Meisterschaften und Nachwuchswettkämpfe

Ob als Folge des nicht funktionierenden traditionellen Modells, etablieren sich zunehmend Nachwuchswettkämpfe. Für die Fahrer bleibt die Wahl, ob sie sich zur deutschen Meisterschaft und/oder zu einem Nachwuchswettkampf anmelden. Oftmals obliegt die Entscheidung auch beim Trainer, der den Wettkampf aussucht, der Fahrer bleibt mitunter im kompletten Unwissen.

Kritik

Die Kriterien für die deutsche Meisterschaft sind nicht vorhanden. Es gibt keine Richtlinie die bescheinigt, welcher Wettkampf für welchen Fahrer geeignet ist. Eine sehr, sehr wage und schwammige Grauzone. Neben dem Abwägen des Niveaus durch Trainer, sind es sicherlich auch Bauchentscheidungen, die für den ein oder anderen Wettkampf sprechen...

3. Regio-Cups

Wird derzeit in Schleswig-Holstein getestet. Fahrer können sich entscheiden, ob sie am Regio-Cup teilnehmen oder an der SH-Meisterschaft. Regio-Cup Teilnehmer hingegen dürfen weder an der größeren/Niveaureicheren SH-Meisterschaft noch an der deutschen Meisterschaft starten (Gruppenküren sind ausgenommen). Die Regio-Cups übernehmen also die Nachwuchswettkämpfe in diesem Fall und werden auch Anfängerwettkämpfe genannt.

Kritik

Ich hatte Kirsten Häusler noch vorab per Mail nachgefragt, ob mein Text zum Regio-Cup richtig ist. Sie konnte noch etwas ergänzen, außerdem hat sie einen Satz mitgeschickt, den ich hier gerne zitieren möchte: "Sehr positiv bei den Regios ist, dass neue Vereine oder Einradgruppen sich ehr trauen mitzumachen und dadurch wächst unsere Einradgemeinschaft."

Hier wäre vor Allem das Feedback der Fahrer interessant, wie diese Teilung ankommt. Ich kann mir vorstellen, dass nicht alle damit zufrieden sind, wegen ihrer Gruppenkür und deren Fahrern zwei Veranstaltungen zu besuchen. Ich persönlich sehe da weniger ein Problem, außerdem sollte es ja das Ziel sein, bei wettkampforientiertem Training an Veranstaltungen teil zu nehmen. Da es ja in SH ist, ist es zudem nicht weit auseinander.

4. Aufteilung nach Disziplinen

Ein Modell, dessen genaue Ausführung mir nicht bekannt ist. Gefunden habe ich es in Japan. Die japanische Meisterschaft nennt sich AJUC (All-Japan Unicycle Championship). Der Name lässt vermuten, dass es auf geographisch kleinerer Region bereits Wettkämpfe gibt (ähnlich einer NRW- oder Bayrischen Meisterschaft). Der interessantere Punkt ist aber, dass es die AJUC für PG (Pair und Group) und Individual gibt. Auf der einen Meisterschaft werden nur Paar- und Gruppenküren gefahren, auf der zweiten nur Einzelküren.

Kritik

Das entlastet das Wettkampfwochenende ungemein, die gezeigten Küren werden einfach auf mehrere Wochenenden verteilt. Ich denke, für Deutschland bietet sich sowas auch an. Für den ersten Schritt ist eine Trennung von Küren und Standard-Skill auf zwei Wochenenden sinnvoll.

5. Niveauvorgabe

Einst wurde mit den Skill-Levels das wachsende Teilnehmerfeld versucht zu kontrollieren. Die Idee war garnicht so schlecht, die Skill-Levels zu nutzen war von vorneherein ein Reinfall, an dem der BDR aber lange festgehalten hat. Schlauer ist es hier für jeden Wettkampf individuell das Niveau vorzulegen. Eine Trickliste etwa die grob einen Lernfortschritt klassifiziert.

Eine maximale Niveauvorgabe? Sowas habe ich gehört, sollte in jüngster Vergangenheit der Fall gewesen sein. Bei einem Wettkampf soll das maximale gezeigt Niveau definiert worden sein. Wenn es beim Sport darum geht, sein bestes zu zeigen um es dann seinen Teilnehmern zu verbieten - sorry, aber wie bescheuert muss man sein?

Kritik

Die Niveauvorgabe durch Tricklisten stellt nur 50% der gezeigten Leistung im Einrad-Freestyle dar. Was ist mit Artistik? Mir selbst fällt (auch nach längerer Überlegung) keine Möglichkeit ein, hier vorab ein Kriterium hierfür festzulegen. Die Verifizierung der Niveauvorgabe fällt auch wieder auf den Trainer zurück, wie genau ist dann die Einhaltung der Niveaukriterien zu sehen, wenn ein Trainer sein(e) Fahrer doch zum Wettkampf schickt?

Dadurch, dass es gerade mal 50% der gezeigten Leistungen adressiert, eliminiert sich diese Modell als mögliches System selbst.

6. Expert- vs. Altersklassenwettkampf

Eine Durchführung, wie es der BDR seit einigen Jahren auf seiner deutschen Meisterschaft praktiziert. Fahrer melden sich für Expert oder Altersklasse an, soweit keine Überraschung. Die Expert Fahrer müssen sich am Wettkampf in Junior und Senior für das Finale qualifizieren. Die besten sechs aus jeder Startgruppe starten dann nochmal.

Kritik

Für Junior und Senior wird jeweils eine Jury eingesetzt um den Umstand zu umgehen, dass Juryergebnisse von zwei unterschiedlichen Zusammensetzungen nicht miteinander vergleichbar sind. Das wirft natürlich aber auch die Frage auf, ob die ersten und letzten Ergebnisse gleichermaßen validieren, oder ob die Jury am Ende wegen Konzentrationsproblemen "schon eingeschlafen" ist.
Der Überraschungseffekt einer Kür wird natürlich auch im Falle einer zweiten Fahrt eliminiert.

Das Finale sollte der Anmeldung in Expert entsprechen und widerspricht der etablierten Mentalität sich für Expert bzw. Altersklasse anzumelden - aber man muss ja auch neue Wege gehen. Die am Wettkampf stattfindende Qualifikation sehe ich also mit gemischten Gefühlen.

Die Altersklassenwettkämpfen erfahren eine Degradierung ihrer Wertigkeit und sind damit nur noch als Zwischenstufe zwischen deutscher Meisterschaft und Nachwuchswettkampf zu sehen, aber das ist sicherlich damit beabsichtigt.

7. Länderpokal

Von der BDR Website: "Jedes Bundesland entsendet eine Ländermannschaft, zusätzlich werden Mannschaften aus dem Ausland eingeladen.  Pro Mannschaft maximal 13 SportlerInnen, minimal 8 SportlerInnen."

Kritik

Mündliche wurde mir erklärt, dass es bei dieser Veranstaltung darum geht, das Freestyle einem großen Publikum zu zeigen. Eine große Halle, mit viel Publikumsrängen, denen dann ein hochkarätiger Wettkampf geboten werden soll. Ich finde auch, dass Freestyle ein riesiges Potential hat um dem Publikum gezeigt zu werden und damit auch unterhaltsamer und anspruchsvoller sein kann als viele andere Sportarten, nur sehe ich das Potential von den Fahrern derzeit noch nicht genutzt (im besonderen Artistik und Bewegungsqualität), aber das ist ein anderes Thema - ich schweife ab.
Der Hintergrund wird also nicht kommuniziert. Der Zweck wird verschleiert. Geht es darum Freestyle einem großen Publikum zu präsentieren oder einen hochkarätigen Wettkampf zu etablieren? Beides? Der erste Fall könnte auch über eine gut Choreographierte Gala Show im Sinne von Holiday-on-Ice spektakulär in Szene gesetzt werden. Alle teilnehmenden Fahrer üben daheim einen Teil der Choreographie, die an gemeinsamen Trainings zusammengefügt werden - nur so eine Idee.

Der Wettkampf selbst hat natürlich auch einen groben Fehler in der Konzeption. So darf die "Landesnationalmannschaft" aus 8-13 Fahrern bestehen. Dadurch, dass wir in Deutschland aber Ballungsgebiete haben, sind zum Beispiel in SH oder NRW mehr als 13 gute Fahrer, andere weniger dicht besiedelte Gebiete (z.B. Meck-Pomm) können auch 13 Fahrer schicken (wenn es denn so viele gibt). Im Moment ist das Niveau dazwischen nicht ausgeglichen.

Fazit

Ich halte keines der hier vorgestellten Modelle für zukunftsweisend, allerdings sind viele gute Ideen enthalten. Auffallend ist, dass gewisse Splits gemacht werden, das erlaubt einen willkommenen Spielraum. Auch das Regelwerk (darauf bin ich bisher nicht eingegangen) hat definitiv noch Lücken und verhindert im Moment noch einige bessere Lösungsideen, genauso wie eine angemesse Ausbildung der Judges. Das sind Basispfeiler die eine (noch utopisches) Wettkampfsystem in Deutschland erlauben. Für die nächsten Jahre werden sich Übergangslösungen etablieren. Damit werden wir Fahrer nicht zufrieden sein, ich hoffe die Verantwortlichen der Verbände auch nicht, wir Fahrer (und Betroffene) werden meckern und schimpfen und das ist auch gut so, ob die Verbände darauf reagieren ist nicht gewiss.

Ein Lösung und auch eine vernünftige Übergangslösung kann jedenfalls nur erreicht werden, wenn die Verbände hier zusammenarbeiten und die Fahrer in den Vordergrund stellen und sich selbst bei der Findung einer Lösung heraushalten, da alle deutschen Einradfahrer einen Anspruch darauf haben und nicht nur die Fahrer, die in der eigenen Farbe angemalt werden. Vielleicht wird es möglich sein, auch schon während der Übergangslösung eine gemeinsame deutsche Meisterschaft zu haben? Ich wünsche es mir und alle Einradfahrer mit denen ich spreche auch, allen (mich eingeschlossen) stinkt diese Spaltung gewaltig. Sollte eine gemeinsame Lösung nicht zustande kommen, so sind alle an den Gesprächen beteiligten Personen schuld. Schuld deswegen, sich nicht genug angestrengt zu haben, miteinander zu arbeiten. Schuld deswegen, sich auch trotz der gegeben Vergangenheit sich nicht zu überwinden zusammen zu arbeiten. Und nein, die IUF ist nicht der Babysitter dafür.

In einer finalen Lösung, irgendwann in der Zukunft, sehe ich, dass die Wertungen von verschiedenen Wettkämpfen miteinander vergleichbar sind und das die Wertungen auch auf die erbrachten Leistungen der Fahrer zurück gehen. Das erfordert ein neues Judging-System und eine gute Ausbildung für die Judges. Daran arbeite ich seit Jahren die Hintergründe auf und mache damit weiter; gebe es auch an Andere weiter. Damit lassen sich ganz andere Lösungen für die Situation in Deutschland finden.

gossi

Probleme des Freestyle 2013

19.06.2013, 12:15 Uhr von Thomas Gossmann - 0 Kommentar(e)

Ich habe mir die aktuellen Probleme des Freestyle in 2013 angeschaut und untersucht. Dazu habe ich nach den Ursachen gesucht, die die Probleme hervorrufen und biete dazu Lösungen an:

(Der Vortrag wurde am Turnfest gehalten, allerdings nicht komplett. Hier sind die aufbereiteten Folien mit zusätzlichen Kommentaren)

Archiv - Seite 1 von 20   [ 1  2  3  4  5  6  ...  ]  »»  »
  • Other Communities