Internationale Wettbewerbsregeln, Internet-Ausgabe 1998
3.1 Formen des Kunstfahrens
3.2 Altersklassen des Kunstfahrens
3.3 Individual Standard Übersicht
3.4 Individual Freestyle Übersicht
3.5 Pair Freestyle Übersicht
3.6 Groups Freestyle Übersicht
3.7 Group Standard Skill Übersicht
ALLGEMEINE REGELN
3.8 Größe der Fahrfläche
3.9 Reihenfolge der Vorführungen
3.10 Aufbau und Vorbereitung
3.11 Beginn eines Fahrprogramms
3.12 Verzicht auf akustische Signale auf Anfrage
3.13 Unterbrechung der Wertung
3.14 Ende des Fahrprogramms
3.15 Abbau
3.16 Verschmutzte Wettkampffläche
3.17 Musik
3.18 Bekanntmachung von Ergebnissen
3.19 Proteste
3.1 FORMEN DES KUNSTFAHRENS:
Übersicht
Für Einzelsportler gibt es zwei Disziplinen: Standard Skill
und Individual Freestyle. Im Standard Skill zeigen die Fahrer reine
Schwierigkeit und Sicherheit auf einem Standard-Einrad, indem sie bis zu
18 von ihnen ausgewählte Übungen ausführen. Die Bewertung
des Standard-Kunstfahrens basiert ausschließlich auf dem Punktewert
der Übung und der Qualität ihrer Ausführung, nicht auf ‘Schau’.
Im Freestyle treten die Fahrer/innen mit Musik, Kostümen, Requisiten
und einer beliebigen Anzahl von Einrädern jeder Art auftreten. Sie
werden nicht nur nach der Schwierigkeit bewertet, sondern auch danach,
wie unterhaltsam und wie gut gestaltet ihre Darbietung ist. Im Pairs Freestyle
treten zwei Fahrer/innen zusammen auf. Dabei wird zusätzlich Wert
gelegt auf das Teamwork und darauf, inwieweit die zusätzlichen kreativen
Möglichkeiten, die eine Zwei-Personen-Darbietung bietet, in der Kür
umgesetzt werden. Im GroupFreestyle werden Gruppen, bestehend aus drei
oder mehr Sportlern, außerdem daraufhin bewertet, inwieweit sie die
zusätzlichen kreativen Möglichkeiten einer Mehr-Personen-Darbietung
ausschöpfen.
3.2 ALTERSKLASSEN FÜR DAS KUNSTFAHREN:
Übersicht
Merke: Die Altersklassen für die Wettbewerbe in Rennen und Kunstfahren
werden unabhängig voneinander und auf der Grundlage von Können
und Erfordernissen der Sportler gehandhabt. Für jede Disziplin gibt
es ein Minimum an Altersklassen, die unbedingt ausgeschrieben werden müssen.
Der Veranstalter kann weitere Altersklassen hinzufügen. Das Alter
eines Fahrers am ersten Wettbewerbstag ist ausschlaggebend für die
Bestimmung von dessen Altersklasse. Junior Expert, falls ausgeschrieben,
ist für alle Fahrer/innen von 0-14 Jahren offen. Die Expert-Kategorie
ist offen für Fahrer jeden Alters, einschließlich derer von
0-14 Jahren. Die gewünschte Wettbewerbsklasse muß im Kunstfahren
für jede Disziplin einzeln angegeben werden. Zum Beispiel können
Sportler, die im Individual Freestyle als Expert teilnehmen, als Paar in
ihrer Altersklasse starten. In den Standard Skill und Individual
Freestyle werden die Sportler nach männlich und weiblich getrennt,
nicht aber im Pair oder Group.
PROFESSIONELLE EINRADFAHRER: Professionelle Einradfahrer (siehe Definition)
müssen im Freestyle als Expert antreten. Professionelle Einradfahrer
bis 14 Jahre können in diesen Wettbewerben entweder als Junior Expert
oder als Expert antreten. Das gilt nur für die Individual und Pairs
Freestyle.
3.3 INDIVIDUAL STANDARD SKILL ÜBERSICHT:
Übersicht
MINDESTANGEBOT AN ALTERSKLASSEN: 0-14, 15 und älter, Expert.
ZEITLIMIT: Drei Minuten (alle Altersklassen).
EINRAD: Nur ein Standard-Einrad (siehe Definition). Es gelten keine
Beschränkungen für Radgröße oder Kurbellänge.
MUSIK: Alle Fahrprogramme werden von Hintergrundmusik begleitet. Die
Musik nimmt keinen Einfluß auf die Bewertung. Wünscht ein Teilnehmer
für seine Fahrprogramm ein bestimmtes Musikstück, so kann er
dieses auf einer Tonbandkassette zur Verfügung stellen. Siehe auch
Abschnitt 3.18.
KOSTÜM UND REQUISITEN: Die Kleidung hat keinen Einfluß auf
die Wertung. Den Fahrer/innen wird empfohlen, ihr National- oder Vereinstrikot
zu tragen oder Kleidung, die ihren Verein, ihre Gruppe oder ihr Land repräsentiert.
Keine Requisiten.
BEWERTUNGSVERFAHREN: Die Fahrer/innen werden ausschließlich danach
bewertet, wie gut die Ausführung der Übungen ist, die sie sich
zum Vorführen ausgesucht haben. Jeder Übung ist eine feste Punktzahl
zugeordnet. Die Kampfrichter ziehen Punkte ab für Fehler wie Abstiege,
schlechte Haltung, Vorführübungen, die nicht klappen etc.
ZULÄSSIGE ÜBUNGEN: Es dürfen nur Übungen genommen
werden, die in der IUF Standard Skills Liste aufgeführt sind.
Die richtige Anleitung, wie diese Übungen vorzuführen sind, findet
man in dem Abschnitt ‘Beschreibung’ (Description) in dieser Liste. Stimmen
Zeichnung und Beschreibung nicht überein, gilt die Beschreibung.
3.4 INDIVIDUAL FREESTYLE ÜBERSICHT:
Übersicht
MINDESTANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: 0-14, 15-29, 30 und älter, Expert.
Fällt ein Sportler gemäß Definiton nicht unter die Kategorie
"professioneller Einradfahrer", so ist ihm die Entscheidung für oder
gegen die Teilnahme in der Expert- bzw. Jr. Expert-Kategorie freigestellt.
Die Entscheidung muß jedoch bereits im Voraus getroffen werden.
ZEITLIMIT: Zwei Minuten für Sportler von 0-14 Jahren (außer
Junior Expert), 3 Minuten für alle anderen Altersgruppen (außer
Expert). Jr Expert hat ein Maximum von 3 Minuten und Expert hat ein Maximum
von 4 Minuten.
EINRÄDER: Beliebige Art und Anzahl.
MUSIK, KOSTÜM UND REQUISITEN: Werden bewertet und müssen
bei der Kür berücksichtigt werden. Zu beachten sind die jeweiligen
Einschränkungen für die Requisiten. Feuer und scharfkantige Gegenstände
(z. B. Jonglieren mit Messern) sind verboten.
BEWERTUNGSVERFAHREN: 50% der Gesamtnote gelten dem Schwierigkeitsniveau,
das heißt, sie dokumentieren, wie gut oder wie erfolgreich alle Einradübungen
ausgeführt werden. Die anderen 50% der Gesamtnote gelten der Präsentation.
Dazu gehören Eleganz, künstlerische Ausstrahlung, Choreographie,
Gebrauch von Requisiten und Zeigen von Nicht-Einradübungen, Originalität
und die Auswahl von Kostüm und Musik.
3.5 PAIR FREESTYLE ÜBERSICHT:
Übersicht
MINDESTANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: Nicht-Expert (Sportler jeden Alters),
Expert. Jeder Sportler darf im Pair Freestyle nur einmal teilnehmen. Die
Altersklasse des älteren Fahrers ist die Altersklasse des Paares.
Dabei gilt Expert als "älteste" Wettbewerbskategorie, gefolgt von
Jr. Expert und allen übrigen Altersklassen. Fällt nicht einer
der beiden Sportler gemäß Definiton unter die Kategorie "professioneller
Einradfahrer", so ist die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme
in der Expert- bzw. Jr. Expert-Kategorie freigestellt. Die Entscheidung
muß jedoch bereits im Voraus getroffen werden.
ZEITLIMIT: Wie Individual Freestyle
EINRÄDER: Beliebige Art und Anzahl.
MUSIK, KOSTÜM UND REQUISITEN: Wie Individual Freestyle
BEWERTUNGSVERFAHREN: Wie Individual Freestyle: 50% Techniknote und
50% Präsentationsnote. Im Pair Freestyle wird besonderer Wert auf
Teamwork, Zweier Übungen, etc. gelegt (siehe Bewertungskriterien).
3.6 GROUP FREESTYLE ÜBERSICHT:
Übersicht
MINDESANGEBOT VON ALTERSKLASSEN: Keine Altersklassen.
KLEINSTMÖGLICHE MANNSCHAFT: Drei Sportler. Jeder Sportler darf
im Group Freestyle nur einmal teilnehmen. Mit Erlaubnis des Obmannes darf
ein Sportler in einer zweiten MannschaftsGroup Freestyle teilnehmen, um
einen anderen Sporter zu ersetzen, der wegen Verletzung o. ä. ausgefallen
ist.
ZEITLIMIT: Sechs Minuten.
EINRÄDER: Beliebige Art und Anzahl.
MUSIK, KOSTÜME UND REQUISITEN: Wie Individual Freestyle
BEWERTUNGSVERFAHREN: Wie Individual Freestyle. Es wird besonderer Wert
auf Teamwork und Mehr-Personen-Übungen wie z. B. Formationen gelegt.
Stark differierende Gruppengrößen müssen ebenso Beachtung
finden wie Schwierigkeitsniveau und Alter der Sportler im Vergleich.
3.7 GROUP STANDARD SKILL ÜBERSICHT:
Übersicht
Dieser Wettbewerb ist ähnlich wie Individual Standard Skill, aber
besteht aus vier Personen eines Geschlechts, nur auf Standard Einrädern.
Regeln werden getrennt veröffentlicht. Dieser Wettbewerb wird nach
Belieben des Gastgebers der Veranstaltung abgehalten.
ALLGEMEINE REGELN:
Wenn nicht anders angegeben, gelten diese Regeln für alle Wettbewerbe
des Kunstfahrens.
3.8 GRÖSSE DER FAHRFLÄCHEN:
Übersicht
Bei internationalen Wettbewerben muß die Fahrfläche für
alle Einer- und Zweier-Disziplinen 14 m x 11 m groß sein. Bei kleineren
Veranstaltungen können kleinere Maße genommen werden, jedoch
nicht kleiner als 12 m x 9 m. Für die Gruppenwettbewerbe darf die
Fahrfläche nicht kleiner sein als26m breit und 14m tief, und nicht
größer als 30m breit und 20m tief. Die Ränder der Flächen
müssen am Boden mit mindestens 3 cm breiten Linien eindeutig markiert
sein. Der Abstand zwischen der Fahrflächenbegrenzung und Wänden,
Säulen oder einem anderen festverankerten Gegenständen darf nicht
weniger als 50 cm betragen. Einzelfahrer/innen oder Gruppen, die im Wettbewerb
die Fahrflächenbegrenzung überfahren, können dafür
Punktabzug erhalten (siehe Bewertungskriterien).
3.9 REIHENFOLGE DER VORFÜHRUNGEN:
Übersicht
Der Wettkampfleiter Kunstfahren (Artistic Director) bestimmt das Verfahren,
wie die Starterreihenfolge ermittelt wird.
3.9.1 DIE FAHRER/INNEN MÜSSEN SICH BEREITHALTEN: Ist ein Sportler nicht bereit, wenn er gemäß Zeitplan an der Reihe ist, so besteht die Möglichkeit, ihm den Start nach dem letzten Teilnehmer seiner Altersklasse zu ermöglichen. Der Obmann (Chief Judge) möge bei dieser Entscheidung sprachliche Barrieren ebenso beachten wie die Möglichkeit, daß ein Sportler zur selben Zeit eine Aufgabe als Helfer bei der Veranstaltung verrichten könnte. Außer im Standard-Kunstfahren darf ein Teilnehmer nicht von einem anderen Kampfgericht bewertet werden als von dem, das auch die übrigen Teilnehmer derselben Wettbewerbskategorie bewertet hat.
3.10 AUFBAU UND VORBEREITUNG:
Übersicht
Wettkampfteilnehmern stehen maximal zwei Minuten zu, um ihre Einräder
und Requisiten auf der Fahrfläche aufzubauen. Überzieht ein Sportler
diese Zeit, so riskiert er, disqualifiziert zu werden. Eine Verlängerung
dieser Vorbereitungszeit kann nur vom Obmann (Chief Judge) gewährt
werden und muß im voraus beantragt werden. Teilnehmer müssen
einen berechtigten Grund dafür vorweisen, wenn sie mehr zeit verlangen:
so wie zahlreiche Requisiten oder komplizierte Spezialeffekte.
3.11 BEGINN EINES FAHRPROGRAMMS:
Übersicht
Die Wertung, die Zeitnahme und die Darbietung beginnen gleichzeitig.
Der Zeitnehmer (Timer) startet die Stoppuhr, sobald die Musik beginnt oder
auf ein Zeichen des Teilnehmers, je nach dem, welches von beidem zuerst
kommt. Das Zeichen kann ein Kopfnicken, ein Wink, eine Verbeugung, ein
Stichwort ("Start!") oder irgendein klar verständliches Signal sein.
Ein akustisches Zeichen (zum Beispiel eine Pfeife) ertönt, wenn Zeitnahme
und Wertung begonnen haben. Übungen ohne Einrad, wie Tanz, Pose und
Akrobatik werden nur dann bewertet, wenn sie innerhalb des Zeitlimits gezeigt
werden. Beim Standard-Kunstfahren wird das Ende jeder Minute durch ein
akustisches Zeichen angezeigt. Beim Freestyle-Kunstfahren ertönt ein
akustisches Signal 30 Sekunden vor Ende der Fahrzeit. Bei allen Wettbewerben
des Kunstfahrens zeigen zwei akustische Signale oder ein anderes Zeichen
das Ende der Fahrzeit und das Ende der Wertung an.
3.12 VERZICHT AUF AKUSTISCHE SIGNALE AUF ANFRAGE:
(gilt nur für die Freestyle-Wettkämpfe)
Übersicht
Die unter Umständen störenden akustischen Signale dürften
nicht im Intersse derjenigen Sportler sein, die eine gut durchdachten Kür
zu einer Musik vorbereitet haben, von der sie wissen, daß sie sich
im erlaubten zeitlichen Rahmen bewegt. Wenn die Teilnehmer sich bei ihrer
Kontaktperson (Rider Liaison) einschreiben lassen, können sie das
Weglassen der akustischen Signale beantragen. Das Startzeichen und das
Zeichen 30 Sekunden vor Ende der Fahrzeit werden dann ausgelassen. Trotzdem
nimmt Zeitnehmer (Timer) die Zeit und gibt zwei akustische Signal am Ende
der Fahrzeit, falls der Teilnehmer seine Zeit überschreitet. Diese
Regelung gilt nicht für das Standard-Kunstfahren.
3.13 UNTERBRECHUNG DER WERTUNG:
Übersicht
Die Wertung kann unterbrochen werden wegen Materialschadens, wegen
Verletzung oder plötzlicher Krankheit eines Wettkampfteilnehmers oder
wenn dieser durch eine Person oder einen Gegenstand beeinträchtigt
wird. Tritt einer dieser Fälle ein, hält der Obmann (Chief Judge)
die verbleibende Fahrzeit fest und entscheidet bei Materialschaden, ob
dieser auf ein Verschulden des Sportlers zurückzuführen ist.
Ist dies der Fall, zählt die Reparaturzeit mit zur Fahrzeit. Wird
das Fahrprogramm fortgesetzt und geht die Unterbrechung nicht auf ein Verschulden
des Teilnehmers zurück, so werden alle Abwertungen, die durch den
Zwischenfall entstanden sind, zurückgenommen.
3.14 ENDE EINES FAHRPROGRAMMS:
Übersicht
Die Darbietung endet auf ein Zeichen des Fahrers, wie zum Beispiel
einer Verbeugung oder "Vielen Dank!" oder mit dem Ende der Fahrzeit. Das
Ende der Fahrzeit wird durch ein akustisches Signal angezeigt. Alle Übungen,
die nach Ablauf der Fahrzeit gezeigt werden, gehen nicht in die Wertung
ein. Befindet sich ein Sportler im Standard-Kunstfahren gerade mitten in
einer Übung, so zählt nur der Teil der Übung der noch innerhalb
des Zeitlimits gezeigt wurde (siehe 4.9.3). Sind bis dahin weniger als
50% der Übung gezeigt worden, werden 100% abgewertet. Sind zwischen
50% bis 100% der Übung ausgeführt worden, werden 50% abgewertet.
Alle Übungen, die nicht mehr gezeigt werden können, werden zu
100% abgewertet. Im Freestyle-Kunstfahren erhalten Fahrer, die das Zeitlimit
überschreiten, einen Abzug. Alle Zeitlimits sind Obergrenzen. Es ist
den Sportlern freigestellt diese Zeit nicht voll auszuschöpfen; dafür
werden keine Punkte abgezogen. Eine sehr kurze Kür kann einer anderen
Darbietung an Gehalt unterlegen sein. Andererseits kann eine Kür,
die langweilig, voller Wiederholungen oder "aufgebauscht" wirkt, auch dafür
Punktabzug erhalten, daß sie zu lang ist. Diese Entscheidung muß
jeder Sportler selbst treffen.
3.15 ABBAU:
Übersicht
Im Einradsport ist eine saubere, trockene Fahrfläche unbedingt
notwendig. Nach einer Darbietung muß die Fahrfläche so verlassen
werden, wie sie zuvor vorgefunden wurde. Die Sportler und ihre Helfer müssen
alle Requisiten, Einräder und sonstige Gegenstände innerhalb
von zwei Minuten von der Wettkampffläche entfernen. Der nächste
Teilnehmer kann diese Zeit auch bereits für den Aufbau nutzen.
3.16 VERSCHMUTZTE WETTKAMPFFLÄCHE:
Übersicht
Einradfahrer, die in ihrer Darbietung Gegenstände benutzen, die
Verschmutzungen hinterlassen, müssen sorgfältig obige Regel beachten.
Zerplatzte Luftballons, Dreck oder Puder , Konfetti, Wasser, Torten, etc.
sind Dinge, deren Beseitigung mehr als zwei Minuten in Anspruch nehmen
könnte. Bevor solche Gegenstände benutzt werden, muß zuerst
die besondere Genehmigung des Obmannes (Chief Judge) oder des Wettkampfleiters
Kunstfahren (Artistic Director) eingeholt werden. Teilnehmer, die ihre
Unordnung nicht beseitigen können, können vom Wettbewerb ausgeschlossen
werden.
3.17 MUSIK:
Übersicht
Im Freestyle-Kunstfahren wird die Musik bewertet, und die Teilnehmerr
sollten davon Gebrauch machen. Für die Teilnehmer im Standard-Kunstfahren
wird Begleitmusik gespielt, die Sportler können aber auch ihre eigene
Musik einreichen. Im Standard-Kunstfahren wird die Musik nicht bewertet.
Alle Musikstücke müssen auf StandadTonbändern eingereicht
werden. Die Kassetten müssen klar beschriftet sein mit Name, Disziplin
und mit der Seite der Kassette, die gespielt werden soll. Sie müssen
an den Anfang des gewünschten Musikstücks gespult sein. Die Sportler
sollten vorsichtshalber eine zweite Kassette mit ihrer Musik bereithalten.
Die Musik sollte am Anfang der Kassette aufgenommen sein, nicht in der
Mitte. Sportler, die falsch gespulte oder unzureichend beschriftete Kassetten
abgeben, könnten in der Präsentationsnote Punktabzug erhalten.
3.18 BEKANNTGABE VON ERGEBNISSEN:
Übersicht
Die Endergebnisse werden fortlaufend bekanntgegeben und/oder öffentlich
ausgehängt. Ergebnislisten werden nach Beendigung jeder Altersklasse
in einer Disziplin ausgehängt. Die Protestfrist beginnt zu diesem
Zeitpunkt.
3.19 PROTESTE:
Übersicht
Proteste müssen schriftlich und innerhalb von 15 Minuten nach
Bekanntgabe der Ergebnisse eingereicht werden. Proteste gegen Kampfrichterentscheidungen
sind unzulässig. Möglich sind nur Proteste gegen Rechenfehler
oder andere Fehler, die nicht im Zusammenhang mit der Wertung stehen. Der
Obmann (Chief Judge) muß alle Proteste innerhalb von 30 Minuten nach
Eingang des Formulars bearbeitet haben.