Gabel

Die Gabel gibt es für das Einrad in mehreren Ausführungen, rund und eckig. Da sich die Modelle preislich nur geringfügig unterscheiden, ist eine eckige Gabel zwecks besserer Führung und höhrer Flexibilität einer runden vorzuziehen.

Es sollte eine eckige Gabel sein, wenn sie ihr Kind nicht für total unsportlich halten. Vielleicht will ihr Kind schon nach zwei Monaten Einbein fahren, nach vier Monaten auf dem Reifen gleiten, nach sieben Monaten oben auf der Gabel frei beim Fahren stehen. Ohne eckige Gabel mit glatter Auflagefläche geht es nicht.

— Peter Hahn

Runde Gabel (Unicrown)

Die runde Gabel ist für Anfänger geeignet, die damit das Fahren lernen. Allerdings erweist sich die Gabel bereits bei den ersten weiterführenden Tricks als hinderlich. Bei vielen Tricks werden ein – oder gar beide – Füße auf der Gabel abgestellt. Bei der runden Gabel kann der Fuß keinen Halt finden und rutscht ab, was das Erlernen des Tricks erheblich erschwert. Lediglich im Rennsport und bei Langstrecken Rädern kommen runde Gabeln auch professionel zum Einsatz da sie eine schlanke und besonders glatte Bauform ermöglichen.

Eckige Gabel (Cornered Crown)

Im Vergleich zur runden Gabel, bietet diese Form kleine Abstellflächen für die Füße. Für die ersten Tricks ist das bereits wesentlich angenehmer als eine runde Gabel. Für Stand-Up Tricks ist dieser Typ jedoch nicht zu empfehlen. Die kleine Abstellfläche bietet zu wenig Platz für den Fuß und übt auf kleiner Fläche zu viel Druck auf den Fuß aus, der schon bei geringer Dauer erheblichen Schmerz bringt.

Diese Gabel wird aber meistens in Trials, MUnis oder größere Einrädern verbaut und ist auch für die meisten Street Tricks noch gut geeignet.

Eckige Gabel (Flat Crown)

Die eckige Gabel bietet ausreichend Platz um die Füße abzustellen. Durch die breite Auflagefläche verteilt sich der Druck, der von unten auf den Sohle drückt und führt zu einem angenehmeren Fahrgefühl.

Aber auch hier gibt es Unterschiede. Die eckige Gabel gibt es nämlich in verschiedenen Ausprägungen. Hierbei unterscheidet sich die Breite der Gabel und der Abstand zwischen der Gabel und dem Reifen. Eine dünne Gabel, mit größerem Abstand erfordert bei Stand-Up Tricks eine schlechte Fußposition, die sich im kompletten Körper fortsetzt und diesen dadurch „verdreht“. Für proffesionelles und angenehmes Fahren wird eine breite Gabel mit möglichst wenig Abstand zum Reifen empfohlen.

Longneck Variante

Einige Hersteller bieten Gabeln mit verlängertem Rohr an. Diese Verlängerung gibt es in 30, 40 oder 50cm. Diese sehen nicht nur edler aus, sondern bringen auch noch Vorteile mit sich. So ist die Sattelklemme beim Aufheben im Drag Seat fahren nicht im Weg.
Bei hochgewachsenen Menschen bleibt immer das Risiko, dass sich die Sattelstütze verbiegt, durch das verlängerte Rohr aber bekommt die Sattelstütze zusätliche Stabilität und verbiegt nicht.

Materialien

Die Gabel wäre wohl nicht Teil des Einrades wenn sie nicht wie alles andere in CroMo und Aluminium gefertigt würde. Obendrein gibt es noch Modelle aus Titan und Carbon. Gabeln aus CroMo sind am meisten verbreitet und auch mit Abstand die stabilsten. Man bekommt für 20 – 30€ vernünftige CroMo Gabeln mit flachem Gabelkopf, eine Aluminium Gabel kostet dagegen schnell 100€ und mehr. Der Einsatz von Aluminium lohnt sich also nur im professionellen Bereich. Hier kommt auch Carbon und Titan zum Einsatz um noch geringere Gewichte zu erzielen.

Farben / Beschichtung

Gabeln für Einräder gibt es verchromt, lackiert und Pulver- Beschichtet. Bei fachgerechter Verarbeitung haben alle drei Verfahren Ihre Daseins Berechtigung und bieten einen guten Schutz gegen den Alltag. Richte dich jedoch darauf ein das alle diese Beschichtungen ihre Macken und Kratzer bekommen werden, das lässt sich nicht vermeiden. Deshalb sollte man ab und an den Rahmen auf Ansätze von Rost untersuchen und gegebenenfalls etwas dagegen tun. Rost ist der Feind Deines Einrades.

Lagerschalen

Am unteren Ende einer jeden Einrad- Gabel findet man die Lagerschalen bzw. die eine Hälfte davon. Am häufigsten findet man Halbschalen aus Stahlblech. Diese Konstruktion ist äußerst kostengünstig und sehr haltbar. Es besteht jedoch die Gefahr das man die Lager zu stark einklemmt und somit leicht blockiert. Die Belastung auf die Lager ist auch nicht rundum sonder punktuell. Bei hochwertigen Gabeln findet man deshalb gefräste Halbschalen die ganz präzise um das Lager fassen und somit einen optimalen Rundlauf gewährleisten. Es gibt auch geschlossene Lagersitze, bei diesen Modellen ist die Gabel teilbar um das Rad montieren zu können. Grundsätzlich ist bei der Montage auf einen korrekten Sitz und freien Lauf der Kugellager zu achten.